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Autor Thema: Turiken: Wer später schläft, kann länger schreiben  (Gelesen 173 mal)

Offline chaosqueen

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Turiken: Wer später schläft, kann länger schreiben
« am: 29. März 2018, 14:31:39 »
Und wieder haben wir einen Neuzugang in unserer Mitte zu verzeichnen. Begrüßt mit mir Turiken, die anscheinend keinen Schlaf braucht ...


Leben: Tina, 34, Redakteurin. So, und jetzt bitte in ganzen Sätzen: Hey zusammen! Mein Name ist Tina, ich bin 34 Jahre alt und arbeite als Redakteurin. Meinen großen Traum, irgendwann mal vom Schreiben leben zu können, habe ich mir damit schon erfüllt – mehr oder weniger jedenfalls. Und damit aus dem Weniger bald Mehr wird, bin ich hier gelandet. Seit ich denken kann, habe ich mich dem geschriebenen Wort gewidmet, habe in der Grundschule die Klassen-Bibliothek rauf und runter gelesen, habe in der Speisekarte im Restaurant Fehler gesucht, habe so gut wie immer Notizblock und Stift für Ideen und Einfälle parat. Durch eine Freundin kam ich während meines Studiums (Germanistik – ich würde es nie wieder tun) zu einem kleinen Verlag, bei dem ich freiberuflich als Korrektorin und als Lektorin arbeiten und viel lernen durfte. Eigentlich war das auch immer mein Berufswunsch, aber ich glaube, ich habe in meinem jetzigen Job wesentlich mehr Abwechslung. Wenn ich nicht gerade in die Tasten haue,
  schaue ich wahnsinnig gerne Filme und Serien, gehe schwimmen oder verbringe die Zeit mit meiner besseren Hälfte (er muss hin und wieder meine Texte lesen und kämpft sich erstaunlich tapfer durch, obwohl er nicht die große Leseratte ist). Tatsächlich lese ich selbst längst nicht mehr so viel wie früher. Das liegt schlichtweg daran, dass ich beruflich so endlos viel lesen „muss“, dass es dann irgendwann auch mal genug ist.

Schreiben: Ich schreibe, seit ich etwa zehn Jahre alt bin. Anfangs waren es kleine Gruselgeschichten (meine allererste fertige Geschichte war noch handgeschrieben), mit einer davon habe ich sogar bei einem Literaturwettbewerb einen Preis gewonnen. Als Teenager habe ich mich an einem Jugenddrama versucht, das ich zwar beendet habe, das aber einfach zu schmalzig und zu wenig durchdacht war … Thriller-Kurzgeschichten habe ich ebenso ausprobiert wie Horror-Storys.
Und irgendwie bin ich doch immer wieder bei der Fantasy gelandet. Ich liebe es, glaubwürdige Charaktere zu erschaffen, die den Leser begleiten und die wirklich eine Geschichte zu erzählen haben, mit denen man in der Realität gerne was trinken würde oder um die man eher einen Bogen machen würde, die man hassen und lieben kann. Und ich liebe es, ganze Welten entstehen zu lassen, die besondere Eigenheiten und phantastische Elemente haben, in sich aber immer schlüssig und glaubwürdig sind. Dazu recherchiere ich auch schon mal stundenlang nach einem Detail, ob und wie es denn nun passt.
Kurzgeschichten liegen mir mittlerweile nicht mehr so. Das liegt vor allem daran, dass man nicht viel Zeit für die Charaktere hat. Es ist eine Kunst für sich, in wenigen Zeilen eine Figur plastisch zu beschreiben. Mir liegt das Ausholen dann doch ein bisschen mehr. Mein letzter Romanentwurf (aus dem meine Textprobe stammt und den ich unbedingt beenden möchte) liegt aktuell bei 560 Normseiten, Tendenz steigend.


Grund: Seit einigen Wochen hat mich das Schreibfieber so brutal gepackt, dass ich jede freie Minute ausgenutzt habe, für eine neue Romanidee zu recherchieren. Was passt in meine Welt, wie mache ich sie phantastischer und gleichzeitig realistischer usw. Der ganz normale Wahnsinn beim Weltenbasteln eben. Natürlich war ich für meine Recherchen viel im Internet unterwegs und bin bei vielen Themen, nach denen ich gesucht habe, beim Tintenzirkel gelandet. Ich war früher in der Schreibwerkstatt recht aktiv, hatte mich dann aus privaten Gründen von Foren zurückgezogen und bin jetzt wieder mit Lust und Laune dabei, einer Schreib-Community beizutreten. Vor allem das Plotten hakt bei mir manchmal … wenn ich im Schreibfluss drin bin, kommen recht gute Texte heraus. Aber dann alle Fäden so zusammenzuknüpfen, dass eine spannende Geschichte herauskommt, fällt mir manchmal ziemlich schwer. Da hilft einfach ein bisschen Austausch wie hier im Forum.
Durch meine beruflichen Erfahrungen bin ich mit Sicherheit jemand, der anderen bei kleineren und größeren stilistischen Problemen jeder Art weiterhelfen kann. Beruflich bedingt habe ich zwar nur selten die Zeit, ganze Romane als Betaleser zu beackern, aber manchmal helfen ja auch Diskussionen, kleine Tipps und Ideen weiter.

Ich freue mich auf viele interessante Gespräche, gegenseitige Unterstützung und vor allem den einen oder anderen Motivationsschub, wenn die Muse einfach nicht knutschen will.

Zitat: Es waren mehr als acht Dutzend Reiter, bewaffnet und gerüstet. Klingenbrecher, rostfarben von getrocknetem Blut; Schulterschutze mit den Hörnern von Tieren geschmückt; Umhänge aus Bärenfell; unheilvolle, verschlagene Augen, die keine Furcht zeigten; Gesichter voller Narben und Hass. Messíps Meute. Als sie den Arrestwagen erblickten, schlugen sie ohrenbetäubend mit den Griffen ihrer Waffen auf Schilde und Rüstungen, und ihre gellenden Rufe und ihr Heulen ließen die Pferde des Trosses scheuen. Der Mann ohne Gesicht war so zufrieden, wie man auf dem Weg in den nahen Untergang nur sein konnte.
Es sind noch Plätze frei für TiZi goes Schieferpark!

Offline A9

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Re: Turiken: Wer später schläft, kann länger schreiben
« Antwort #1 am: 30. März 2018, 00:42:28 »
Ja, also wenn ich mir Deine Betreffzeile zu Herzen nehme und jetzt auf die Uhr seh, jo - passt!  :vibes:
Also, herzlich willkommen in unserer Mitte!

Da wir ja jetzt sowieso angeblich länger im Hellen sitzen, (so die Politik) kann man auch noch zu später Stunde etwas schreiben. Na ja, so spät nun auch wieder nicht. Ich gehöre zu den sogenannten Nachtmenschen und mich wirst Du öfter zu dieser ungewöhnlichen Uhrzeit hier treffen.

Deine Vorstellung gefällt mir. Hier und da hab ich mich wieder gefunden.

Zitat von: Turiken
Ich freue mich auf viele interessante Gespräche, gegenseitige Unterstützung und vor allem den einen oder anderen Motivationsschub, wenn die Muse einfach nicht knutschen will.
Ja! Deiner Freude und Deinem Wunsch kann entsprochen werden. Also, mindestens - ach was schreib ich? Alle hier im Tintenzirkel sind für interessante Gespräche bereit und vielleicht kann man sich bei den zahlreichen Messen oder Zirkeltreffen auch visuell einmal kennen lernen.
Ich persönlich freu mich auf Deine Horror-Storys. Die haben es mir angetan.

Na dann,
man liest sich, man schreibt sich, sagt man.
Schön das Du hier bist.
Komm rein und hab Spaß bei- und mit uns!

 
Manchmal, wenn ich Ruhe brauche, setze ich mich in meine Bonbonniere und ein Gummibärchen hält mir die Hand.  :knuddel:

Offline zDatze

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Re: Turiken: Wer später schläft, kann länger schreiben
« Antwort #2 am: 30. März 2018, 16:55:53 »
Herzlich willkommen, Turiken!

Also dem Schreibfieber sind hier so einige verfallen. ;D Hast du denn schon einmal einen NaNoWriMo mitgeschrieben? Jedenfalls startet im April die "kleinere" Version davon, das Camp-NaNo, vielleicht wäre das ja dann etwas für dich? Es gibt immer ein paar Zirkler, die sich dort rumtummeln. :)

Leb dich gut ein im Forum und ich freu mich schon mehr von dir zu lesen. :)
     Keep on writing.

Offline Gizmo

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Re: Turiken: Wer später schläft, kann länger schreiben
« Antwort #3 am: 30. März 2018, 21:33:14 »
Herzlich willkommen!

Deine Betreffzeile hat mich auch angesprochen. So richtig 'ins Rollen' komme ich meist erst ab 20-21 Uhr, darunter hat schon so manche Nachtruhe leiden müssen :)
Das Plotten war auch immer meine Schwäche, und ist es bis heute. Vielleicht können wir uns ja gegenseitig helfen, das würde mich freuen!

Viel Spaß im Forum!  :)

Liebe Grüße,
Gizmo
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- Joss Whedon's "Firefly", Episode 5, "Safe"

Offline Zitkalasa

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Re: Turiken: Wer später schläft, kann länger schreiben
« Antwort #4 am: 31. März 2018, 08:37:40 »
Moin, Turiken. Wenn mir dein Titel nicht mal aus dem Herzen spricht, dann weiß ich auch nicht. ;D Insofern denk ich mal, du wirst dich hier gut einfühlen, es gibt doch ein paar Nachtschwärmer mehr unter uns. Deine Textprobe sagt mir auch zu, schön straff.

Offline Turiken

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Re: Turiken: Wer später schläft, kann länger schreiben
« Antwort #5 am: 31. März 2018, 13:41:26 »
Vielen Dank für diese liebe Begrüßung. Da fühle ich mich direkt heimisch. :) So einen freundlichen Umgangston gibt es ja leider nicht in jedem Forum.

Ich muss ja ehrlich gestehen, dass ich derzeit weniger zum Schreiben am Abend komme als früher. Vor zwei, drei Jahren habe ich manchmal noch bis drei oder vier Uhr morgens da gesessen und gewerkelt. Durch neue Arbeitszeiten hat sich das leider ziemlich verschoben. Aber ich war und bin abends meist am produktivsten. Schön, dass es mir nicht allein so geht!

Zitat von: A9
Ja! Deiner Freude und Deinem Wunsch kann entsprochen werden. Also, mindestens - ach was schreib ich? Alle hier im Tintenzirkel sind für interessante Gespräche bereit und vielleicht kann man sich bei den zahlreichen Messen oder Zirkeltreffen auch visuell einmal kennen lernen.
Ich persönlich freu mich auf Deine Horror-Storys. Die haben es mir angetan.
Gibt es denn regelmäßige Zirkeltreffen? Das klingt ja super! Eine Zeitlang war ich regelmäßig auf der Frankfurter Buchmesse - ist ja auch ein idealer Ort für solche Treffen. Vermutlich verabreden sich die Leute hier dann entsprechend, oder?
Ich muss mal schauen, wo ich ein paar meiner Horrorstorys rumfliegen hab ... die ganz alten tu ich dir aber nicht an. Da gruselt man sich zwar beim Lesen, aber weniger, weil die Geschichten so gut sind. Aber ich war jung und brauchte das Schreiben.  ;D

Zitat von: zDatze
Also dem Schreibfieber sind hier so einige verfallen. ;D Hast du denn schon einmal einen NaNoWriMo mitgeschrieben? Jedenfalls startet im April die "kleinere" Version davon, das Camp-NaNo, vielleicht wäre das ja dann etwas für dich? Es gibt immer ein paar Zirkler, die sich dort rumtummeln. :)
Ich hab tatsächlich schon mal einen NaNoWriMo mitgemacht, allerdings nicht "richtig", sondern eher im stillen Kämmerlein für mich. War ne interessante Erfahrung, die so ganz im Gegensatz zu dem steht, wie ich normalerweise schreibe. Vielen Dank für den April-Hinweis! Ich schau mal, ob ich auf den Zug noch aufspringe. :)

Zitat von: Gizmo
Das Plotten war auch immer meine Schwäche, und ist es bis heute. Vielleicht können wir uns ja gegenseitig helfen, das würde mich freuen!
Sehr, sehr gerne! Ich leide ja regelrechte Qualen, wenn ich mal nen Schwung Ideen habe und dann scheitere, weil ich mich an zu vielen Fronten verzettele und kein richtiger Plot zusammenwachsen will. Früher habe ich ab und zu DSA online gespielt (in Chatform war das), da konnte man prima zusammen plotten. Und ich muss sagen, das hat mir immer sehr geholfen. :)

Zitat von: Zitkalasa
Moin, Turiken. Wenn mir dein Titel nicht mal aus dem Herzen spricht, dann weiß ich auch nicht. ;D Insofern denk ich mal, du wirst dich hier gut einfühlen, es gibt doch ein paar Nachtschwärmer mehr unter uns. Deine Textprobe sagt mir auch zu, schön straff.
Vielen Dank für die Blumen! Ich kann auch weit ausschweifen, bis man nicht mehr weiß, worum es ursprünglich ging ... aber das wollte ich euch jetzt auch nicht antun.  ;D


Offline Usaria

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Re: Turiken: Wer später schläft, kann länger schreiben
« Antwort #6 am: 06. April 2018, 20:52:21 »
Hallo Turiken,

Da ich ebenfalls ein ganz neues Mitglied bin, habe ich mich entschlossen mal hier vorbei zu schauen. Bin gerade ne halbe Stunde dabei.
Deine Überschrift hat mich sehr angesprochen, da ich auch jemand bin der erst zu später Stunde so richtig kreativ werde. Manchmal kann es aber auch vorkommen, dass mich meine Muse mitten in der Nacht auf weckt weil ihr gerade so eine tolle Idee gekommen ist.

Geht es dir manchmal genauso? Wenn ja, wie kriegst du dann deine Muse still ohne dass du aufstehen musst um die Gedanken raus zu schreiben. Meine Muse kann da ja ziemlich penetrant sein.

Und ja auch von mir ein herzliches Willkommen.
Lieben Gruß Usaria :winke:

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