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Autor Thema: [Erledigt] Schießen, schlagen oder doch ganz anders?  (Gelesen 396 mal)

Offline Solmorn

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Re: Schießen, schlagen oder doch ganz anders?
« Antwort #15 am: 13. Februar 2018, 12:06:23 »
Wie wäre es mit Druck auf den Kehlkopf oder einem Griff unter den Unterkiefer? Dann würde der Gegner von alleine nach oben rutschen, um dem Druck auszuweichen und vom Prota ablassen.
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Offline cryphos

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Re: Schießen, schlagen oder doch ganz anders?
« Antwort #16 am: 13. Februar 2018, 12:13:51 »
Wie wäre es mit Druck auf den Kehlkopf oder einem Griff unter den Unterkiefer? Dann würde der Gegner von alleine nach oben rutschen, um dem Druck auszuweichen und vom Prota ablassen.
Wenn der Angreifer die Zielperson würgt kann er diese beiden Punkte lang genug schützen, z.B. indem er das Kinn auf die Brust presst, bis die Zielperson erwürgt ist. Zudem muss man mit relativ hohem Kraftaufwand oder Impuls dies beiden Punkte angreifen, damit der Gegner schnell genug darauf reagiert, bevor die Zielperson tot ist. Die dazu nötige Kraft oder den dazu nötigen Impuls auf die beiden Punkte kann man schlecht von der Seite oder hinten aufbringen.
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Offline Sanjani

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Re: Schießen, schlagen oder doch ganz anders?
« Antwort #17 am: 13. Februar 2018, 12:44:55 »
Ihr Lieben,

erst mal vielen Dank an alle!
Ich bin ja ein friedliebender Mensch und kenne mich mit so was nicht so gut aus. Aber nach allem, was ich gelesen habe, tendiere ich momentan eher zu der Nummer mit den Schlägen oder Tritten :) Verletzen kann man Leute damit auch. Der Gegner hat dann vielleicht keine so große Todesangst, aber mir ist schon eine geeignete Änderung eingefallen.

Ich denke, ich bin erledigt :)

VG Sanjani
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Offline canis lupus niger

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Re: [Erledigt] Schießen, schlagen oder doch ganz anders?
« Antwort #18 am: 13. Februar 2018, 12:59:02 »
@cryphos
Ich finde es manchmal erschreckend, wie detailliert Du über all diese Details im Straßenkampf/Vollkontakt-Kampfsport Bescheid weißt, auch wenn ich den Eindruck habe, dass Du ein zutiefst friedfertiger Mensch bist. Du hast ja oft genug erwähnt, dass Du dies im Rahmen Deines Sports gelernt hast. Und wir alle profitieren von diesen Deinen Kenntnissen. Aber der Grusel ist trotzdem gelegentlich da.  ;D

Offline Sanjani

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Re: [Erledigt] Schießen, schlagen oder doch ganz anders?
« Antwort #19 am: 13. Februar 2018, 13:11:19 »
@canis lupus niger: Och, ich hab auch mal vor zwei oder drei Jahren im Wing Chun gelernt, wie ich dem anderen mit wenig Kraftaufwand das Genick brechen kann. Leider hab ich das alles wieder vergessen, seitdem ich keinen Kampfsport mehr mache. Manches kam sogar wieder, als ich es gelesen habe :) Vielleicht solltest du es auch mal ausprobieren? Dann verschwindet vielleicht dein Grusel :D
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Offline canis lupus niger

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Re: [Erledigt] Schießen, schlagen oder doch ganz anders?
« Antwort #20 am: 13. Februar 2018, 13:54:59 »
Oh, ich hab auch eine ganze Weile Shotokan Karate gelernt und bin u.a. auch auf Turnieren im Kumite angetreten. Aus Mangel an weiblichen Vereinskameraden habe ich immer mit Jungen und Männern trainiert und habe mir deshalb schnell abgewöhnt, zimperlich zu sein. Ein unschätzbarer Vorteil, wenn man im Turnier dann in einer reinen Frauenklasse startet.  ;D

So gesehen ist mir das Prinzip einer körperlichen Konfrontation nicht unvertraut. Was ich mit gruselig meinte, waren der Praxisbezug und die Kompromisslosigkeit. Da gibt es zwischen Shotokan und Straßenkampf doch Unterschiede.

Offline cryphos

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Re: [Erledigt] Schießen, schlagen oder doch ganz anders?
« Antwort #21 am: 13. Februar 2018, 14:58:49 »
Mit 13 habe ich Shotokan Karate angefangen, aber nie mehr als meinen gelben Gurt prüfen lassen - bis heute. Dafür habe ich mit 16 nur noch mit Braun und Schwarzgurten trainiert.
Mit 21 habe ich Aikido angefangen und 4 Jahre bei verschieden Shihan geübt.
Seit 2016 (da war ich 36) trainiere ich wieder Karate, diesmal Fudokan und bin momentan deutscher Vizemeister im Team-Kata und dritter in Einzelkata in den unteren Schülergraden.
Kobuto, also Waffentraining, mache ich nur sporadisch. Zwischen Aikido und wieder Karate liegen einige Jahre ohne regelmäßigen Training. Zwischen meiner Shotokanzeit und dem jetzigen Fudokan liegen 16 Jahre ohne Karate.

Wie in der PM geschrieben, ich mache weder Vollkontakt noch Straßenkampf, ist mir beides zu brutal. Momentan habe ich den grünen Gurt in Fudokan Karate und trainiere um 2021 in München auf der Fudokan Karate Weltmeisterschaft in Einzelkata und Tsume-ai antreten zu können.

Das detaillierte Wissen über die Anwendung kommt durch ausprobieren im geschützten Raum. Da nehmen wir eine Technik auseinander, probieren verschiedene Anwendungen aus oder wir stellen eine Situation nach und probieren was funktioniert und was nicht.

Klar habe ich auch viel gelesen und noch mehr von verschiedenen Sensei gehört, aber erst durch Bunkai, also das Entschlüsseln der Techniken und ihren Anwendungen, habe ich mir ein recht detailliertes Wissen angeeignet, wie was funktioniert und was die Auswirkungen wirklich sind. Wobei alles was über einen blauen Fleck geht ausgespart bleibt. Würgetechniken werden nur angedeutet, Schläge auf den Hals nie ausgeführt. Beim Schwertkampf schlage ich auf die Schulter statt auf den Hals.

Zudem hatte ich sehr viel Glück mit 4 meiner mehr als 15 verschiedenen Trainer.
Mit 15 kam ich an einen Schwarzgurt, welcher mich sehr gut trainierte und das kompromisslose Kämpfen beibrachte, ohne dass wir uns dabei verletzten.
Als ich mit Aikido anfing hatte ich einen Shihan, welcher mich hart ran nahm und mir die Unterschiede zwischen Karate und Aikido beibrachte indem er viel mit mir trainierte und mich einfach kämpfen lies und mir danach zeigte, warum ich in gewissen Situation nicht wie ein Karateka kämpfen sollte und worin dort der Nachteil lag, umgekehrt mir aber auch zugestand, dass ich mit dem Karatestil in manchen Situationen besser fuhr als mit den Aikido Techniken.
Dann hatte ich einen Arbeitskollegen, ein sehr guter Aikidota, welcher mir einen sehr sanften Weg des Kämpfens lehrte und zusammen mit mir den Sinn hinter den Techniken und Übungen ergründete, damit ich über das reine Anwenden hinaus kam.
Und dann ist da noch mein jetziger Karate Sensei (7. Dan Shotokan, 7. Dan Fudokan, 4. Dan Kobuto). Er selbst kommt aus dem Kumitee, ist eigentlich eine Kampfsau. Er unterrichtet aber primär Kata und erst dann Kihon und Kumitee. Wobei wir hier viel Zeit und Raum bekommen um Dinge auszuprobieren und die Hintergründe zu verstehen.
Bei den Partnerübungen, wenn es darum geht Techniken anzuwenden und zu verstehen darf ich mich austoben. Z.B. hatten wir eine Übung, bei der der Partner mit einem Gürtel nach uns schlug und wir ausweichen und Kontern mussten. Da trainierte er mit mir und forderte mich auf kreativ zu sein. Als er mit dem Gürtel einen Bodenfeger simulierte sprang ich in die Luft und führte einen Tritt gegen seinen Bauch aus, landete und setzte mit einem Sanbon-Zuki als weiteren Konter nach. Statt mich auszuschimpfen, wie es andere Trainer täten, wurde die Gruppe zusammengerufen und ich musste es nochmal machen um zu demonstrieren, wie man Techniken kombinieren kann. Wir haben hier also den Raum um das alles auszuprobieren, ohne, dass sich jemand verletzt.

Nach dem letzen Kobuto mit dem Shinai durfen wir für 10 Minuten ins Randori und die neue Techniken einfach mal ausprobieren. Ich habe eine tolle Gruppe und einen tollen Trainer, denn obwohl wir frei kämpften musste niemand den starken Max markieren, sondern wir alle haben das Gelernte einfach im Zweikampf ausprobiert, immer darauf bedacht, den anderen nicht zu verletzen.
Dieses Zusammenspiel von Freiheiten im Training, hartem Training und einem sehr freundschaftlichen und rücksichtsvollen Umgang miteinander ermöglicht uns zu lernen, wir lernen sehr viel, was anderswo so nicht möglich wäre.
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Offline Sanjani

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Re: [Erledigt] Schießen, schlagen oder doch ganz anders?
« Antwort #22 am: 13. Februar 2018, 15:04:50 »
@cryphos da kriege ich direkt wieder Lust wieder mit Kampfsport anzufangen ^^
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