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Autor Thema: Geschlechtsneutralität ohne "es"  (Gelesen 3523 mal)

Offline Zitkalasa

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Re: Geschlechtsneutralität ohne "es"
« Antwort #15 am: 07. Februar 2014, 15:18:56 »
Sehr knifflige und interessante Angelegenheit, Manja. Ich habe eine Figur, die sowohl weiblich als auch männlich ist, bzw. beides und keines, manchmal so auftritt und manchmal so. :) Ich weiß auch noch nicht, wie ich das lösen werde.

Hm, ich würde es wohl an das Geschlecht anpassen, nach dem die Figur gerade aussieht. Und irgendwann eine andere Figur fragen fragen lassen: "Bist du nun männlich oder weiblich?" Antwort: "Ich bin alles und nichts." Oder es die anderen Figuren einfach so hinnehmen lassen. Es gibt ja auch Geschichten, in denen Wesen ihre Körper wechseln, aber dennoch immer noch dasselbe Wesen sind und denselben Namen tragen und auch so adressiert werden, ohne dass es großartig irritiert. (Gerade weil es eine bekannte Eigenschaft dieser Wesen ist, den Körper zu wechseln.)

Offline Mondfräulein

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Re: Geschlechtsneutralität ohne "es"
« Antwort #16 am: 07. Februar 2014, 15:30:18 »
Falls jemand mit dem Gedanken spielt, alternative Pronomen zu verwenden, habe ich noch eine Alternative zu xier gefunden, die zwar auch nicht frei von jeder Kritik zu betrachten ist, mir aber auf den ersten Blick besser gefällt als xier: http://hoc.twoday.net/stories/blub/ Letztendlich glaube ich aber, dass solche Pronomen zumindest vom heutigen Stand her in literarischen Texten auf wenig Gegenliebe stoßen werden (es sei denn, man schreibt nur für Menschen, die sich eh schon damit beschäftigt haben). Sie sind immer irgendwie fremd und solange in der Gesellschaft nicht generell im Bezug auf Geschlechterrollen umgedacht wird, werden sich zu wenig Leute darauf einlassen wollen. Leider.

absinthefreund

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Re: Geschlechtsneutralität ohne "es"
« Antwort #17 am: 07. Februar 2014, 16:20:14 »
Hm, ich würde es wohl an das Geschlecht anpassen, nach dem die Figur gerade aussieht. Und irgendwann eine andere Figur fragen fragen lassen: "Bist du nun männlich oder weiblich?" Antwort: "Ich bin alles und nichts." Oder es die anderen Figuren einfach so hinnehmen lassen. Es gibt ja auch Geschichten, in denen Wesen ihre Körper wechseln, aber dennoch immer noch dasselbe Wesen sind und denselben Namen tragen und auch so adressiert werden, ohne dass es großartig irritiert. (Gerade weil es eine bekannte Eigenschaft dieser Wesen ist, den Körper zu wechseln.)
Dein zweiter Punkt kommt der Sache nah.
Thematisieren werde ich diese Eigenart nicht, dafür ist die Person nicht wichtig genug, bzw. die Geschlechtlichkeit nicht wichtig. Ihr erster Auftritt ist als Frau, und später wird meiner Protagonistin auffallen, dass sie gar nicht weiblich aussieht. Vielleicht belasse ich es bei dem Gedanken, vielleicht wirds ein Kommentar mehr. In jedem Fall soll es indirekt bleiben. Die Person ist noch weeeit davon entfernt aufzutreten.

@Mondfräulein: Von diesen Pronomen habe ich auch vor langer Zeit mal gehört. Ich wünsche mir ja, dass irgendwann in ferner Zukunft die Sprachen ihren Genus überwinden. Aber das werde ich wohl nicht mehr miterleben. :( Ob es wohl schon Geschichten/Romane gibt, die so etwas anwenden?

Offline Nachtblick

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Re: Geschlechtsneutralität ohne "es"
« Antwort #18 am: 07. Februar 2014, 16:25:32 »
Ich stehe vor genau dem gleichen Problem, zwar nicht unmittelbar, weil mein Fantasyroman noch eine ganze Weile warten muss, aber ich habe mir schon einige Gedanken gemacht. Ich habe eine Person, die sich keinem Geschlecht zuordnet, und überlege, ob ich dafür tatsächlich die von dir verlinkten Beispiele benutze, Mondfräulein, die sind klasse. Ich meine, im Endeffekt kann ich auch von meinen Leser_innen verlangen, sich weltspezifische Begriffe zu merken, dann können die auch mit xier oder hän klarkommen. Ernsthaft.
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Offline Mondfräulein

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Re: Geschlechtsneutralität ohne "es"
« Antwort #19 am: 07. Februar 2014, 16:32:56 »
Ich meine, im Endeffekt kann ich auch von meinen Leser_innen verlangen, sich weltspezifische Begriffe zu merken, dann können die auch mit xier oder hän klarkommen. Ernsthaft.

Ja, das ist schon ein Argument. Ich denke dabei auch an Clockwork Orange, in dem Buch kommen auch zwischendrin Begriffe vor, die sich der Autor ausgedacht hat und man kommt damit klar, feiert es sogar als neue Kunstform. Ich bin allerdings nicht optimistisch genug, um zu glauben, dass sich so eine Geschichte bei einem Verlag, der sich nicht auf so ein Thema spezialisiert hat, eine Chance hätte. Was einem wichtiger ist, muss dann eben jeder für sich selbst entscheiden.

Offline Nachtblick

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Re: Geschlechtsneutralität ohne "es"
« Antwort #20 am: 07. Februar 2014, 17:10:50 »
Ich glaube, es kommt wirklich darauf an, wie zentral eine Figur ist. Ich denke, Game Of Thrones, jetzt mal abgesehen von seinem Status, könnte sich das durchaus leisten. Ich versuche immer, das nicht so negativ zu sehen. Es geht ja auch mit LGBT*-Charakteren aufwärts, und eine Kombination aus gut gemacht, guter Stoff und einem möglichst unaufgeregten, unkomplizierten Herangehen (Welten, in denen LGBT*-Figuren, Frauen und andere Hautfarben nicht diskriminiert werden? Heck yeah!) hat bestimmt Chancen. Ich versuche das so positiv wie möglich zu sehen, sonst würde ich womöglich aufgeben, solche Figuren zu schreiben, und es ist nicht zu vergessen, dass es Menschen gibt, die sich direkt angesprochen fühlen, die direkt repräsentiert werden. Weitermachen, weiterschreiben und weiterversuchen und nie den Mut verlieren! :prost:
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Offline Shin

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Re: Geschlechtsneutralität ohne "es"
« Antwort #21 am: 07. Februar 2014, 17:41:40 »
Falls jemand mit dem Gedanken spielt, alternative Pronomen zu verwenden, habe ich noch eine Alternative zu xier gefunden, die zwar auch nicht frei von jeder Kritik zu betrachten ist, mir aber auf den ersten Blick besser gefällt als xier: http://hoc.twoday.net/stories/blub/ Letztendlich glaube ich aber, dass solche Pronomen zumindest vom heutigen Stand her in literarischen Texten auf wenig Gegenliebe stoßen werden (es sei denn, man schreibt nur für Menschen, die sich eh schon damit beschäftigt haben). Sie sind immer irgendwie fremd und solange in der Gesellschaft nicht generell im Bezug auf Geschlechterrollen umgedacht wird, werden sich zu wenig Leute darauf einlassen wollen. Leider.

Also dieses hän klingt sehr vom Schwedischen abgekupfert (hon=sie, han=er, hen=geschlechtsneutral).
Vom Klang her gefällt es mir recht gut, aber statt 'sim', 'sin', 'sir' und dergleichen würde ich 'him', 'hin', 'hir', etc. wohl besser finden. Auch das 'ki' finde ich etwas zu abstrakt und im normalen Gebrauch schwer verständlich.

Aber das kannte ich auch noch nicht, danke. ;)
Interessant zu sehen, was für verschiedene Ansätze es gibt. Vielleicht finde ich auch mal ein Pronomen, dass mir genug gefällt, um meine Freunde zu beten, mich so zu nennen.
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Offline Romy

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Re: Geschlechtsneutralität ohne "es"
« Antwort #22 am: 11. Februar 2018, 20:18:19 »
*Thread ausbuddel*
Ich freue mich gerade sehr, dass wir schon einen Thread zu diesem Thema haben, ich liebe den Zirkel. :D Neuerdings stehe ich nämlich auch vor dem "Problem". Ich habe gerade ein neues Projekt am Plotwickel und eine der Hauptfiguren ist zwar als Mann/Junge geboren, aber genderfluid. Und da er praktischerweise Gestaltwandler ist, wird er häufig auch als Frau auftreten. In den Szenen, in denen er (bisher sage ich "er", finde das aber absolut nicht passend und werde mir das sehr bald abgewöhnen) Perspektive hat, kann ich die Ich-Perspektive verwenden, die Idee kam mir tatsächlich erst durch diesen Thread. :D Aber es gibt noch andere Hauptfiguren/Perspektivträger. In den Szenen, in denen er anwesend ist, könnte ich tatsächlich "sie" und "er" verwenden, je nachdem, wie er sich in der aktuellen Szene zeigt. Dann wäre es nur blöd, falls er mal auf die Idee kommt, sich vor deren Augen zu verwandeln, ich weiß noch nicht, ob er das tun wird ... ::) Aber so oder so finde ich den Wechsel umständlich und dann bliebe auch immer noch die Frage, wie die anderen Hauptfiguren in seiner Abwesenheit über ihn sprechen, da bräuchte ich schon ein geschlechtsneutrales Pronomen. Denn immer seinen Namen zu verwenden, klingt auf die Dauer auch echt unschön ... Und das Ganze spielt auch im 25. Jahrhundert, deshalb gehe ich einfach mal davon aus, dass die Menschheit bis dahin aufgeschlossen genug ist, ein geschlechtsneutrales Pronomen eingeführt zu haben, das total gebräuchlich ist und für solche Personen natürlich verwendet wird und jeder weiß, was er sich darunter vorzustellen hat.

Nun ja, ich habe die letzten Tage schon etwas rumgegooglet und bin über diesen Artikel gestolpert: https://weltenschmiede.wordpress.com/2014/08/24/gastartikel-er-sie-xier-nin-genderneutrale-pronomen/
"Sier" gefällt mir sehr gut, weil es eine Zusammenziehung aus "sie" und "er" ist und sich recht natürlich und selbsterklärend in die deutsche Sprache einfügt, wie ich finde. Es gefällt mir jedenfalls besser als "xier", oder noch ganz andere Varianten. Ich muss dann nur noch lernen das Wort dann auch immer richtig zu deklinieren, aber daran gewöhne ich mich hoffentlich. Deshalb auch noch ein großes Danke für den Link @Mondfräulein! :) Ich habe ihn bisher nur angelesen, aber da geht es ja auch um das Thema und es scheint einige Beispiele zu geben, das finde ich sehr hilfreich! Ich werde ihn mir noch komplett durchlesen, so wie auch die anderen Links, die hier schon genannt wurden.

Allgemein wollte ich noch mal in die Runde fragen, ob jemand hier neue Erkenntnisse und Meinungen zu dem Thema hat. Ich freue mich über jeden Denkanstoß! :)
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Offline Franziska

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Re: Geschlechtsneutralität ohne "es"
« Antwort #23 am: 12. Februar 2018, 00:31:04 »
Ich habe gerade das gleiche Problem. Es gibt eine Liste mit Möglichkeiten, aber keine scheint verbreitet zu sein. Daher würde ich mich einfach für ein Wort entscheiden. Sier gefällt mir auch sm ehesten. Aber dann seine/ ihre, was macht man daraus?
Mein Text spielt im heutigen England. Da sagen sie also eigentlich they. Ich habe gelesen, dass das such hier Leute für sich wählen. Aber ich finde es liest sich bescheuert in einem deutschen Text. Bisher habe icb je nach Auftreten sie/er benutzt.

Offline Shedzyala

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Re: Geschlechtsneutralität ohne "es"
« Antwort #24 am: 12. Februar 2018, 01:07:11 »
Ich habe in meinem SciFi-Roman xier benutzt, das passte gant gut, auch weil es so schön futuristisch klingt. Auch lässt es sich recht intuitiv verstehen, auch Leser ohne Vorwissen kamen nicht durcheinader. Ich hab beim Schreiben allerdings dann doch eine Deklinationstabelle gebraucht, um nicht durcheinander zu kommen.
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Offline Romy

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Re: Geschlechtsneutralität ohne "es"
« Antwort #25 am: 12. Februar 2018, 01:48:27 »
Ja, die Deklination ist nicht so einfach. ::)
In dem von Mondfräulein verlinkten Artikel wird das Xier ja durchexerziert und ich bin jetzt mal davon ausgegangen, dass sier und xier gleich funktionieren und habe mir jetzt mal ein paar simple Beispielsätze aufgeschrieben, um mir mal einen besseren Überblick zu verschaffen.

Ich habe bei der Gelegenheit auch festgestellt, dass die Words-Autokorrektur es nicht so mit genderneutralen Pronomen und Artikeln hat, da muss man ja höllisch aufpassen ... ::) Als ob es nicht so schon schwierig genug wäre, es richtig anzuwenden ...
Jedenfalls ist Folgendes das Ergebnis. Guckt mal, ist das jetzt alles richtig? Seht Ihr grammatikalische Fehler?

sie/er = sier
Beispiel: Sier trug heute ein rotes T-Shirt.

ihr/sein = sies
Beispiel: Sies rotes T-Shirt stand siem hervorragend.

ihre/seine = siese
Beispiel: Siese Laune war heute nicht so gut.

ihrem/seinem = siesem
Beispiel: Sier sah toll aus in sierem roten T-Shirt.

ihren/seinen = siesen
Beispiel: Sier mochte siesen neuen Chef nicht.

ihrer/seiner = sieses
Beispiel: Sieses Meinung nach, war der neue Chef ein Idiot.

ihr/ihm = siem
Beispiel: Siem war der neue Chef unsympathisch.

sie/ihn = sien
Beispiel: Sien nervte der neue Chef.

der/die = dier
Beispiel: Sien nervte dier neue ChefIn schon, bevor sier sien kennengelernt hatte.
(Das mit dem binnen-I wird in dem Artikel als eine mögliche Variante empfohlen, bzw. eine weitere Variante wäre ein * wie z.B. Chef*, eigentlich finde ich beides sehr seltsam, ich glaube ich versuche solche Formulierungen weitmöglich zu umgehen. ::) )


EDIT: Seufz, mir ist gerade auf/eingefallen, dass ich gar nicht an jede/jeder usw. gedacht habe. Und ich habe bestimmt noch irgendwas vergessen, aber jetzt ist es einfach zu spät und ich muss bald schon wieder aufstehen ...  :gähn: "Morgen" geht's weiter.
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Offline Evanesca Feuerblut

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Re: Geschlechtsneutralität ohne "es"
« Antwort #26 am: 12. Februar 2018, 12:42:36 »
Ich arbeite bei meinem intersexuellen Charakter mit xier, das werde ich vermutlich auch bei meiner genderfluiden Person so halten, weil es für mich einfach alles ausdrückt.
Aber wenn du sagst, dass deine Person "nur" zwischen männlich und weiblich hin- und herwechselt, dann reicht sier vollkommen aus :).
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Offline Romy

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Re: Geschlechtsneutralität ohne "es"
« Antwort #27 am: 12. Februar 2018, 17:36:19 »
Gibt es denn einen Bedeutungsunterschied zwischen sier und xier? Ich bin bisher davon ausgegangen, dass es dieselbe Bedeutung hat, xier klingt halt nur exotischer ... ::)
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Offline Evanesca Feuerblut

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Re: Geschlechtsneutralität ohne "es"
« Antwort #28 am: 12. Februar 2018, 18:16:46 »
Den gibt es. Das x impliziert eben wirklich, dass du von mehr als zwei Geschlechtern ausgehst. Wenn du dagegen "nur" sie und er zusammenziehst, hast du ein Wort, das "männlich und weiblich" bedeutet, aber alles dazwischen ausschließt.
Meine genderfluide, weiblich gelesene Person hat beispielsweise Momente, in denen sie sich als agender empfindet, daher ist sier zu kurz gegriffen.
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Offline Shedzyala

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Re: Geschlechtsneutralität ohne "es"
« Antwort #29 am: 12. Februar 2018, 18:17:33 »
Gibt es denn einen Bedeutungsunterschied zwischen sier und xier? Ich bin bisher davon ausgegangen, dass es dieselbe Bedeutung hat, xier klingt halt nur exotischer ... ::)

Ich finde, dass in sier mehr von einem binären Geschlechterverhältnis drinsteckt als in xier. Eben weil es aus sie und er besteht. Aber das ist vermutlich ein subjektiver Eindruck. Ich habe xier für monogeschlechtliche Aliens genutzt, die nie so etwas wie ein Gedankenkonstrukt Geschlecht entwickelt haben, da hat es ganz gut gepasst.

Edit: Evanesca war schneller.
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