Hallo Aryana,
mich nervt sowas nicht, ich kann über weite Strecken Dialoge in sonderbarer Sprache lesen. Das geht allerdings nicht allen so, im Gegenteil, ich habe den Eindruck, dass diejenigen, die das nicht mögen, in der Mehrheit sind. Es gibt sogar Leute, die schon einen Austriazismus als schriftstellerisches Kapitalverbrechen ansehen.
Ein Problem, das ich mit gebrochenem Deutsch habe, ist, dass derjenige, der so redet, in meiner Vorstellung nicht als sonderlich intelligent erscheint. (Ja, ich weiß, das eine hat mit dem anderen nichts zu tun, aber dieser Eindruck entsteht bei mir beim Lesen. Vielleicht in Erinnerung an die falschen Karl-May-Abenteuer?) Aber wenn ich das richtig sehe, schreibst du aus der Perspektive dieser Figur. Sie hat also im Fließtext ausreichend Gelegenheit, in normalen Sätzen zu "denken" und sich als gescheit zu präsentieren. Das sollte das Problem eigentlich lösen.
(Meine beiden Banzini-Helden haben ein ähnliches Problem. Sie verständigen sich jetzt in der Sprache des Landes, wo sie sich gerade aufhalten. Derjenige, der damit schlechter zurechtkommt, sagt bisher nur ziemlich kurze Sätze. Mal sehen, wie sich das weiter entwickelt.)
Schöne Grüße
Berjosa