Einen Film (das Stück dazu habe ich noch nicht gelesen), den ich dazu empfehlen kann, ist die Verfilmung von "My Boy Jack".
Basierend auf dem Gedicht und der Geschichte von Rudyard Kipling (Dschungelbuch) zeigt der Film, wie sein junger Sohn von siebzehn Jahren in den Krieg ziehen will. Zunächst von der Idee und dem Krieg begeistert, zeigt sich schnell, dass Kipling sich nichts sehnlicher wünscht, als das sein Sohn heimkehrt. Tut dieser aber nicht. Er stirbt im 1. Weltkrieg.
Die Geschichte basiert auf der wahren Begebenheit und der Film ist wirkilch sehr gut gemacht. Allen voran ein genial spielender David Haig als Kipling und eine super Leistung von Daniel Radcliffe als dessen Sohn.
Die Geschichte spielt auf Seiten der Briten, was dir insofern nicht weiterhilft, da es dort zu dieser Zeit noch keine Wehrpflicht gab. Aber es zeigt, wie Jugendliche teilweise mit dem nahenden Krieg umgegangen sind und wie man einen solchen in der Öffentlichkeit sah. Und es zeigt deutlich, wie schnell sich die Stimmung zum Krieg ändert, nachdem erst einmal die Gräbenkämpfe beginnen. Der Film fängt daher weniger das Geschehen auf dem Schlachtfeld ein, sondern die Gefühle weit davon entfernt - zuhause.
Häufig geht der Erste Weltkrieg unter dem Zweiten ein wenig verloren. Da man aber beide nicht einander aufwiegen kann oder sollte, finde ich es immer enorm wichtig, dass man beide zusammen im Kontext sieht - mit der Weimarer Republik als Bindeglied. Denn der "Zerfall" gewisser Moral begann schon vom militärischen Standpunkt aus im Ersten Weltkrieg, als Begriffe der Ehre mit Vernichtungswaffen von größerer Macht kollidierten. Die alten Werte, die Artemis so gut beschreibt, passen einfach nicht in die Hände von solch konservativem Denken, in der Krieg noch "Schachspiel" war. Es hat mehr als 50 Jahre gedauert, dass sich ein solches Denken abgeändert hat. Nicht zuletzt da viele der Denker im Krieg gefallen sind.
Daher sind die Ansichten direkt in der Bevölkerung abseits des Krieges besonders "spannend". Hier trafen schließlich häufig unbändiger Wille auf unendliches Staunen und Stutzen.
Daher wäre es vielleicht auch ganz wichtig, Alaun, wie die Eltern, Familie oder das Umfeld deines Protagonisten zum Krieg steht.