Ein etwas heruntergekommener junger Mann betritt denn Raum und tastet mit zitternden Fingern nach einer Zigarette, doch er findet keine. Er schluckt. Wäre er am Leben hätte er wahrscheinlich einen tiefen Atemzug genommen, doch er war sich seines Schicksals- leider- durchaus bewusst. Ein schwaches, bitteres Lächeln legt sich auf seine Lippen.
„Tss. Das ich einmal hier lande…“ der Blonde Vampir streicht sich eine verirrte Strähne aus dem Gesicht und lehnt sich missmutig gegen eine Wand. „Ich war ihr Protagonist! Ich habe- wenn auch widerwillig- mit ihr kooperiert, und was ist der Dank? Auf einmal werde ich zum großen, Bösen Vampir, der den armen kleinen Anthony hinterhältig überfallen hat! Hah!“ Beim Namen seines Opfers flackern seine Augen kurz, er fängt sich jedoch schnell und seine Finger tasten erneut über den schweren Stoff seines schwarzen Mantels, doch er weis genau, dass sie nichts finden werden. Nicht mehr. Resigniert hält er inne. „Anthony… Ich werde ihr niemals verzeihen, wie sie dieses… Flittchen auf ihn losgelassen hat. Sie war ein Mensch! Was hätte die ihm schon geben können?“ Ein wehmütiges seufzen verlies seine Lippen. „Er hat mir nie verziehen, dass ich ihr das Leben nahm… Und ich schwöre, dass alles gehörte zu ihrem Plan! Sie ist ein Dämon den selbst die Hölle wieder ausspucken würde.“ Ein kurzes Zittern geht durch seinen Körper.
„Und diese… Quallen… ich halte sie nicht mehr lange aus…“ Nun versucht er doch zu atmen, sieht die Sinnlosigkeit jedoch ein.“ Ihre Gnadenlosigkeit brachte mich dazu dieses… dieses… Zeug zu rauchen- und jetzt?“ Ein schwaches, zynisches Grinsen huscht über seine Züge. „Seht was aus mir geworden ist! Ich habe versucht damit aufzuhören! Ich…“ Der blonde schluckte erneut. „Aus mir ist ein erbärmlicher Süchtiger geworden der sich nicht beim Riemen reißen kann.“ Ein Stück seines alten selbst schien zurück zu kehren während er mit gefasster Stimme weiter sprach. „Aber ich werde nicht wieder damit anfangen. Ich war einmal gefürchtet… Ich hatte…“ Zum ersten Mal schien sein Lächeln echt zu sein, bevor es kurz darauf erstarb. „Doch SIE nahm mir alles, angefangen bei meiner Würde, geendet bei dem einzigen Wesens welches ich-“ Er unterbricht sich selbst. welches annähernd menschliche Gefühle in mir weckte.“ Mit gezwungen stolzem, doch deutlich leidendem Blick fixierte er die Gegenüber liegende Wand. „Und als wenn das nicht schon genug für einen Mann alleine wäre, plant sie jetzt auch noch, mich ermorden zu lassen! Doch ist es ein würdevoller Tod? Nein, natürlich nicht. Verbrennen soll er mich… Er! Ausgerechnet Er! Und das schlimmste daran ist, das ich ihn darum bitten soll mich zu töten! Sie will mir denn letzten Rest Würde nehmen indem sie mich ihm in diesem Zustand gegenüberstellt.“ Seine Stimme klingt verächtlich, er senkt denn Kopf und befeuchtet sich die Lippen. „Kieran ist übrigens mein Name. Kieran Hensley.“