Die Verlage suchen Profis und keine Hobbyautoren. Das weiß ich von einem Lektor eines großen Verlagshauses. Muss nicht bei allen Verlagen immer so 100% stimmen, aber es ist die Regel.
Ein Profi schlägt ein Projekt vor und wird gebucht, dieses Projekt zu schreiben. Wenn das Projekt nicht ins Verlagsprogramm passt, der Verlag aber an einer professionellen Zusammenarbeit interessiert ist, schlägt er ein anderes Projekt vor oder Änderungen am Exposé.
Genau das Buch, das man geschrieben hat an den Mann zu bringen ist ein Traum und ein wenig Idealismus. Kann klappen, aber sicherer ist die Bank, sich nach den Bedürfnissen des Verlages auszurichten. Es ist natürlich ein Geschäft und nicht mehr so viel Platz für Romantik wie früher.
Wenn wirklich ein Verlag das ganze Manuskript verlangt, hae ich es nicht, werde im Anschreiben aber auch sagen, dass ich ein Projekt vorschlage. Oder besser: Ich werde mich als Autor bewerben mit einem Projektvorschlag. Also nicht das Produkt "Buch" bewerben, sondern das Projekt "Autor". Schreiben ist für mich ein Hobby, das ich zum Beruf machen möchte und dazu gehören für mich professionelle Bewerbungsunterlagen.
Mit einem fertigen Roman gehst Du immer das Risiko ein, dass Dir die Hälfte gestrichen wird und Du neu schreiben musst. Wenige werden Dir die Freiheit lassen, genau Dein Ding zu machen. Ich gehe mal davon aus, dass man zwischen den Zeilen immer genug Platz für seinen eigenen Stil hat, wenn man sich gut zu verkaufen weiß.
Wie gesagt, ich kann mich irren. Ich versuche es auf die meiner Ansicht nach richtige Art und bin mal gespannt, ob es klappt. Wenn nicht, werde ich mich grämen, denken, ich bin noch nicht gut genug, und es ein paar Jahre später wieder versuchen.
Wenn es
die Methode gäbe, wären wir wahrscheinlich schon alle unter Vertrag
